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PROBLEME BEI DER DIAGNOSESTELLUNG

 

Die meisten Leidenden erleben eine lange und frustrierende Serie an diversesten Abklärungen. Im Rahmen der standardisierten, medizinischen Abläufe werden aber meistens entweder keine oder nur unspezifische, d.h. nicht gross wegweisende Befunde erhoben.

 

DIE DIAGNOSE ME/CFS ERFOLGT KLINISCH

 

Die Diagnose ME/CFS erfolgt zurzeit rein klinisch, d.h. im Rahmen eines Gespräches und einer körperlichen Untersuchung ohne Zuhilfenahme von weiteren Tests (wie Blutwerte oder Bildgebung). Es wurde noch kein spezifischer und validierter Biomarker gefunden, d.h. es gibt keinen bestätigten, objektiven Messwert, den man erheben könnte zur Bestätigung, zum Ausschluss oder zur Verlaufskontrolle von ME/CFS. Es gibt aber bereits gute Kandidaten, welche zurzeit geprüft oder von manchen Zentren sogar experimentell / probatorisch angewendet werden. Dies ist in der Schweiz aber noch nicht angekommen, und auch in anderen Ländern handelt es sich um erste und noch sehr kleine Schritte in die richtige Richtung.  

Auch wenn man sich in den klinischen Kriterien für ME/CFS vorfindet, erübrigt sich der Austausch mit einem Arzt nicht – bei jedem körperlichen Leiden gehört die übliche Abklärung gemäss der Regel der Kunst dazu. In einigen Fällen entpuppt sich auch das ME/CFS-Bild doch als eine trügerische Manifestation eines bereits gut verstandenen und / oder behandelbaren Leidens – v.A. wenn die Diagnostiker bereit sind, einige exotische Möglichkeiten unter Betracht zu ziehen.   

Da das Vorgehen bei ME/CFS noch nicht standardisiert ist, und da die meisten Spezialisten sich mit diesem Krankheitsbild auch nicht auskennen, wird diese Diagnose meistens verpasst. Stattdessen, werden häufig diverse Zusatzzustände festgestellt oder vermutet und dementsprechend konventionell behandelt. Dies kann aber trotzdem  zu einer relevanten Linderung  diverser Beschwerden führen – im Sinne der Symptomtherapie.

 

OFFIZIELLE DIAGNOSESTELLUNG 

In der Schweiz gibt es kein offizielles Kompetenzzentrum für ME/CFS. Auch sind die meisten Kliniker mit dem Beschwerdebild nicht gut anvertraut – weiterhin wird dieses Leiden entweder übermässig relativiert oder verkannt.

Den Betroffenen bleibt in der Schweiz momentan nicht viel mehr üblich, als einen vertrauten Arzt zu finden, welcher bereit wäre, mitzumachen, d.h. sich mit den entsprechenden Informationen vertraut zu machen. Dies müsste auf Zusammenarbeit basieren und geschieht oft ausserhalb der Komfortzonen von beiden Parteien. Mit Hilfe von den auf dieser Homepage zusammengefassten Informationen kann aber bereits vieles erreicht werden.

Insgesamt, könnte man über einzelne, offene Spezialisten zu der offiziellen Diagnose ME/CFS doch kommen. Häufig beginnt es bei der Vermutung des Betroffenen (Selbstdiagnose). 

HAFTUNGSERKLÄRUNG

Der Verein ME/CFS Schweiz sieht sich primär als gemeinnützige Vereinigung von ME/CFS-Betroffenen und -Interessierten sowie fungiert als Informationsquelle zu der Erkrankung "myalgische Enzephalomyelitis / Chronic Fatigue Syndrome" (ME/CFS, ICD-10: G93.3).

Der Verein übernimmt keine Haftung für das individuelle Einsetzen der von uns angebotenen Informationen und ersetzt keinesfalls die geschulten Spezialisten aus dem Gesundheits-, Rechts- oder Sozialwesen. Unsere Organisation bietet auch keine individuellen, medizinischen Beratungen oder Zuweisungen an.